HR Relations | Candidate Experience, Employee Experience
Candidate Experience Studie, Candidate Experience Definition, Candidate Experience Erfahrung, Candidate Experience Management, Employee Experience
17773
post-template-default,single,single-post,postid-17773,single-format-standard,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-10.1.1,wpb-js-composer js-comp-ver-4.12,vc_responsive

Kundenerlebnis der besonderen Art – HR can move mountains!

Sobald die unternehmerischen Rahmenbedingungen einen gewissen Spielraum zulassen, können für neue Mitarbeiterinnen Erlebnisse der besonderen Art geschaffen werden.

 

Sensibilisiert auf Erlebnischarakter, Vorgehensweise und Denke von Unternehmen beobachte ich sehr genau, wie Firmen mit Kunden, Mitarbeitern oder auch Lieferanten umgehen.
Um Ihnen meinen Gedanken dazu besser darstellen zu können, möchte ich Ihnen eine kurze Begebenheit schildern, wie sie mir gestern mit einem Onlineshop passiert ist:

Der Sommer ist da, meine Terrasse leider leer. Daher war ich auf der Suche nach einer Gartengarnitur. Im Internet surfend bin ich dann endlich fündig geworden. Leider konnte ich nicht alle meine Kriterien für eine Kaufentscheidung bei der Produktbeschreibung finden. Deshalb habe ich, wie vom Shop vorgeschlagen, meine Telefonnummer hinterlassen und auf einen Rückruf gewartet.

Dieser Rückruf kam auch prompt. Im Gespräch mit der Mitarbeiterin vom Salesteam habe ich erwähnt, dass mir Wetterbeständigkeit wichtig ist und ich eigentlich nur 6 anstatt 8 Sessel benötige. Das Produktset, wie es für mich gepasst hätte, gab es leider in dieser Form nicht, demnach hatte sich nach einem netten Telefonat das Thema für mich rasch erledigt.

Circa eine Stunde später bekam ich von derselben Dame erneut einen Anruf. Ihre Frage war: „Waren Sie die Dame, die heute im Gespräch erwähnt hat, dass sie nur 6 anstatt 8 Stühle benötigt? Wir haben jetzt gerade ein Set online gestellt, dass nur 6 Stühle beinhaltet. Zusätzlich bieten wir für diese Garnitur Schutzhüllen für den Winter an … unsere Zustellungen sind derzeit gratis und es gibt aktuell 10% Rabatt auf alle unsere Gartenmöbel. Schauen Sie doch im Internet nochmals in unseren Onlineshop und machen Sie sich selbst ein Bild.“

Das Telefonat war zu Ende und ich war sprachlos. Mal ehrlich, wann sind Sie als Kunde nochmals angerufen worden, um Sie darüber zu informieren, dass es Ihr individuell gewünschtes Produkt jetzt doch gibt. Ungeachtet der Tatsache, dass ich vermute, dass das Produktset aufgrund meiner Anfrage umgestaltet wurde – frei nach dem Motto: Wenn das für diese Person so nicht passt, dann könnte es auch für andere nicht passen. Wir gestalten unsere Produktpalette daher neu.

Mich hat diese Vorgehensweise beeindruckt und meine erste Frage danach war: Wie können wir solche Erlebnisse auf unser HR Geschäft umlegen?

Die „Erlebniskurve“ eines/r potenziellen Mitarbeiters/in betrachtend startete mein Gedankengang also bei der Ausschreibung einer neuen Stelle oder machen wir es noch konkreter bei der Arbeitszeit. Umgelegt auf mein Bespiel ist also die Vollzeitstelle das zu große Gartenset.

Spulen wir doch bitte einmal gemeinsam unsere Erfahrungen ab – würden wir uns eine Person zu einem Erstgespräch einladen, wenn diese im Email schreibt, dass sie „nur“ Teilzeit arbeiten kann oder möglicherweise noch erwähnt, welche Rahmenbedingungen für sie wichtig sind? Hören wir uns an, was diese Bewerberin unter Teilzeit versteht und welche Vorschläge sie hat, in der verkürzten Zeit alles unter einen Hut zu bekommen? Geben wir dem Engagement, der Kompetenz und vor allem der Person den Vortritt oder der möglicherweise bereits „veralteten“ Ansicht, wie eine Stelle zu besetzen ist? Gestalten wir gemeinsam mit unseren Bewerberinnen eine neue Zukunft, die vielleicht auch neue Möglichkeiten für beide Seiten schafft?

Arbeitgeber bestätigen mir häufig: „bei uns kommt es auf die Leistung an und nicht wie lange eine Mitarbeiterin im Unternehmen sitzt, um die Arbeit zu Ende zu bringen. „ Guter Ansatz – leider sieht die Realität dann letztendlich oftmals anders aus.

Was wäre, wenn Unternehmen schreiben, was das Ziel der ausgeschriebenen Stelle ist, welche Aufgabenpakete in der Abteilung momentan Schwerpunkt haben, welche Kultur eine Bewerberin dort erwartet, welche Rolle sie einnehmen soll, also ein klares Bild vom zukünftigen Job geben – und das alles ohne ein „Zeitkorsett“ anzulegen?

Vielleicht entstehen dann neue Möglichkeiten und Chancen – Teams, die sich gut ergänzen, wo jeder sein Optimalbild leben kann.

Der Arbeitsmarkt stellt HR immer wieder vor neue Herausforderungen. Was braucht es also, um die Einstellung der Salesmitarbeiterin im Onlineshop zu übernehmen und eine „glückliche“ Mitarbeiter- Arbeitgeberbeziehung schon von Anfang an aufzubauen – ohne dass es zu einer „Wenn/dann“- Einstellung kommt?

Softwarelösungen, die sich dem Thema Flexibilisierung annehmen,wie zum Beispiel Tandemploy,  gibt es bereits auf dem Markt. Ich bin fest davon überzeugt, dass HR die Stellhebel für den nächsten Schritt in die richtige Richtung in der Hand hält. Gehen wir also ein Stück gemeinsam – In diesem Sinne – HR can move mountains!

Herzlichst,
Ihre Marlies

 

 

 

 

Marlies Pree-Moharitsch
marlies.pree-moharitsch@hr-relations.com

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich zu:
avatar
wpDiscuz

Kommen wir in Verbindung!

Keine Sorge, mit Ihren Daten gehen wir genauso sorgsam um, wie mit unseren eigenen.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies auf dieser Website zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen