Resilienz - ein alter Hut oder aktueller denn je? - HR Relations
Resilienz, mentale Stärke, Achtsamkeit, Glücksforschung, Corporate Happiness
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Resilienz – ein alter Hut oder aktueller denn je?

Alle, die bereits für ein Unternehmen tätig waren, haben ein Bild vor Augen, wenn ich sie auf ihren beruflichen Alltag anspreche. Welches Bild sehen denn Sie, was hören Sie, wie fühlt es sich an? Sind es knappe personelle Ressourcen, die Ihnen sofort dazu einfallen, zeitliche Engpässe, Projekte die auf dem Prüfstand stehen? Oder sehen Sie Bilder des Erfolgs, Szenen mit Kolleginnen, wo Sie gemeinsam Spaß an der Arbeit hatten? Sprechen Sie von Stress, Hürden oder Spaß und Chancen?

 

Im Human Resources hat man immer alle Hände voll zu tun. So ging und geht es mir und das ist es, was mir Kolleginnen tagtäglich von ihrer Arbeit im HR erzählen. Ich persönlich finde das eine tolle Sache – Langeweile wäre für mich keine Option – wäre da nicht der Leistungsdruck, der scheinbar nie mehr aufhört. Als ich im HR zu arbeiten begann, gab es noch saisonale Unterschiede hinsichtlich Arbeitsvolumen. In den Sommermonaten war es tendenziell ruhiger als in den anderen Monaten. Diese Zeit konnte ich nützen, um über Prozessverbesserungen nachzudenken, auszumisten, Strategien zu entwickeln usw. Seit circa 10 Jahren stelle ich allerdings fest, dass es diese saisonalen Schwankungen zumindest in meiner Wahrnehmung nicht mehr gibt. Wie kann man also alle Anforderungen, die an einen gestellt werden, unter einen Hut bringen und trotzdem noch fröhlich und motiviert (denn das erwarten sich alle von Personalistinnen und Personalisten – oder etwa nicht?) durch das Unternehmen marschieren? Wie schaffen Sie es, widerstandsfähiger zu werden und zukünftig auch zu bleiben? Ist für Sie Resilienz ein Modewort oder der Weg zur eigenen Jobzufriedenheit und letzten Endes zu sich selbst?

Für alle unter Ihnen, die derzeit von sich behaupten, nicht resilient zu sein habe ich eine gute Nachricht: Resilienz kann man erlernen! Wie kann man das und welche Schlüsselfaktoren sind wichtig, wenn es um den Aufbau von Resilienz geht? Frau Prof. Dr. Jutta Heller, Expertin für Veränderungskompetenz und Resilienz hat es in diesem Video auf den Punkt gebracht – die sieben Schlüssel der Resilienz:

  1. Verantwortung: „Verlassen Sie die Opferrolle. Sorgen Sie für sich und achten Sie vor allem auf Ihre Leistungsgrenzen“.
  2. Akzeptanz: „Vorbei ist vorbei. Nehmen Sie an, was passiert ist, sie können es nicht mehr rückgängig machen“
  3. Netzwerkorientierung: „Warten Sie nicht zu lange. Suchen Sie Unterstützung und Hilfe und nehmen Sie die Hilfe auch an“.
  4. Zielorientierung: „Planen Sie Ihr Leben. Setzen Sie sich Ziele und realisieren Sie diese.“
  5. Lösungsorientierung: „Werden Sie aktiv. Entdecken Sie die Wünsche für Ihr Leben.“
  6. Optimismus: „Vertrauen Sie darauf, dass es besser wird. Don’t worry, be happy.“
  7. Selbstwirksamkeit: „Achten Sie auf Ihre eigenen Bedürfnisse, gehen Sie Ihren eigenen Weg.“

 

Ich möchte Sie nun zu einer kurzen Übung einladen: Schreiben Sie alle Resilienz Schlüssel unter einander auf und ergänzen Sie daneben bei jedem einzelnen Schlüssel eine Skala von 1 (sehr niedrig) bis 10 (sehr hoch). Tragen Sie dann für jeden der Resilienz Schlüssel einen Wert ein, je nachdem wie gut Sie diesen Resilienzfaktor aktuell leben. Los geht’s!
Spannend oder? Welche Bereiche gehören momentan in Ihrem Leben gestärkt? Was braucht es, um Ihre innere Stärke wieder zu gewinnen? Es gibt zahlreiche Techniken, um Resilienz zu üben, eine davon ist die Arbeits-Glückskurve: Zeichnen Sie ein Koordinatensystem auf – die Y-Achse ist das Ausmaß an Glück von 0 bis 100 und die X-Achse ist die Zeitachse beginnend mit dem ersten Job (Tag 1) bis heute zb 30. 04. 2017. Gehen Sie nun gedanklich Ihre bisherigen Jobs durch und tragen Sie beginnend mit dem ersten Arbeitstag die Kurve ein, wo sie im Job besonders großes Glück, mittelmäßiges bzw gar kein Glück empfunden haben.

 

Schauen wir nun gemeinsam auf diese Arbeits-Glückskurve vor Ihnen:

  • Was waren die großen Glücksmomente – das große Arbeits-Glück – in Ihrem Leben?
  • Was haben diese Situationen gemeinsam? Wann ist Ihre Glückskurve abgefallen und warum?
  • Und wie ist es Ihnen gelungen, sich wieder in eine neue Glückssituation zu bringen?

In dieser kurzen Übung lernt man sehr schnell sehr viel über sich. Über Situationen, die man als motivierend erlebt hat und eigene Bewältigungsstrategien, wenn es einmal nicht so gut läuft im Job.
Als HR Business & Mental Coach unterstütze ich Menschen im HR Bereich unter anderem auf der Suche nach Ihrem Arbeits-Glück im eigenen Unternehmen oder manchmal eben auch auf der Suche nach neuen Arbeitgebern. Eines fällt mir nach den Gesprächen mit meinen Kundinnen und Kunden immer auf – wenn einmal klar ist, wo der Weg hingehen soll und was gebraucht wird, um Arbeitsglück zu empfinden, ist der nächste Job nicht mehr weit. Nehmen Sie Ihr Arbeits-Glück in die Hand!
Wenn Sie mehr über Ihr Arbeits-Glück erfahren möchten, melden Sie sich gerne bei mir, ich freue mich, wenn wir in Verbindung kommen.
Bis dahin, viel Glück!

Marlies

 

Marlies Pree-Moharitsch
marlies.pree-moharitsch@hr-relations.com

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